Fotografie

P.P.Wiplinger, 2023
© Annemarie Susanne Nowak

Geboren 1939 in Haslach / Oberösterreich. Lebt seit 1960 in Wien. Studium der Theaterwissenschaft, Germanistik und Philosophie. Lyriker, Kulturpublizist und künstlerischer Fotograf. Mehr als hundert Fotoausstellungen im In- und Ausland. Jahrelang tätig als Leiter einer Kunstgalerie.

Als künstlerischer Fotograf erstellt Wiplinger Bilderzyklen zu verschiedenen Themenbereichen. Er befaßt sich fotografisch vor allem mit Fragen der Architektur und Baukultur im ländlichen und urbanen Siedlungsraum. Dokumentationen, zum Beispiel zum Ausdruck und der Widerspiegelung der ethnisch-kulturellen Identität der österreichischen Volksgruppen der Burgenlandkroaten und der Kärntner Slowenen, zur Erfassung und zum Zustand der jüdischen Friedhöfe in Österreich, zu Grabdenkmälern auf Wiener Friedhöfen, sowie fotografische Städte- und Landschaftsbilder runden diesen Teil des Spektrums ab. Weitere Schwerpunkte sind die Porträtfotografie, vor allem von SchriftstellerkollegInnen auf internationaler Ebene, und Fotoessays in Ergänzung zu themengleichen literarischen Essays, wie z.B. in der Reportage über die 850-Jahr-Feiern in Moskau 1997. Einen eigenen Bereich bildet die freie und experimentelle Fotografie, wie sie sich zum Beispiel in den Bildserien „Plastik“, „Fundstücke“, „Metamorphosen – Bilder der Vergänglichkeit“ und „Spiegelungen“ sowie der Foto-Copy-Art-Serie „Handzeichen“ (1989-2009) manifestiert. In den letzten Jahren entstand eine neue künstlerische Ausdrucksweise in Form der „Schachteltexte“ (beschriftete Kartonagen) und „Wörterwelten“ (Styroporbeschriftungen), die von 2017 bis 2024 in Wort und Bild Niederschlag in insgesamt 4 großformatigen Kunstbänden fanden.

Seit 1980 ca. 100 Personalausstellungen und viele Beteiligungen im In- und Ausland sowie zahlreiche Fotopublikationen in Zeitschriften u.a. Werke im Besitz von öffentlichen und privaten Sammlungen, wie zum Beispiel in der „Staatlichen Fotosammlung Rupertinum in Salzburg“, im Museum der Stadt Wien und in den Sammlungen der Kulturabteilungen verschiedener österreichischer Bundesländer und Städte, aber auch im Ausland.

Seit 1981 Publikation verschiedener Fotogedichtbände, zum Beispiel „Abschiede“ 1981, „Rešetke“ (Gitter) 1987, „Farbenlehre“ 1987, „Bildersprache“ 1988, „Oporoka časa“ 1989, „Znaki žizni“ (Lebenszeichen) 1993, des Prosabandes „Schriftstellerbegegnungen 1960-2010“ mit zahlreichen Porträtfotos in- und ausländischer Autorinnen und Autoren, 2010 sowie „Schachteltexte I, II + III“, Autographen, deren Fotografien und Transkriptionen, 2017, 2019, 2020.

Preise und Auszeichnungen für Fotografie:

THEODOR-KÖRNER-PREIS für bildende Kunst/Künstlerische Fotografie, 1983
ANERKENNUNGSPREIS DES LANDES NIEDERÖSTERREICH für künstlerische Fotografie, 1984
1. PREIS im BILDERLAND-WIEN-FOTOWETTBEWERB, Wien, 1985
1. PREIS im WIEN-WETTBEWERB FÜR BILDENDE KUNST DER SPÖ-WIEN, 1987

Scroll to Top